§ 1
Der Name
Restrukturierungsmaßnahme. So nennen sie es, wenn Menschen rausfliegen. Ich hab mir das Wort geklaut und es laut gemacht – gegen die, die alles kontrollieren wollen und damit das meiste Elend anrichten. Meine Songs sind für alle, die im Protokoll nur eine Zahl sind. „Meuterei in D’Dorf“ jagt der Schickeria Angst ein, „Mit Deinem Geld“ rechnet mit dem Festhalten ab: an Besitz, an Status, an alten Gewohnheiten. Loslassen ist der lauteste Akt. Die Wut gibt den Ton an. Die Stille danach sagt, was er bedeutet.
§ 2
Der Sound
Garagenrock aus den 80ern und 90ern, Blues im Blut, Riffs mit Dreck dran. Im Ohr: Helmet, Monster Magnet, Union Carbide Productions, Morphine – und Gene Harris für die stillen Stunden. Die Songs sind passiert, nicht geplant: auf Hvar mit dem Meer vor der Tür, in Düsseldorf vor der eigenen Haustür, irgendwo unterwegs. Jeder davon lebt von dem, was zwischen den Schlägen passiert.
§ 3
Damals und jetzt
In den 80ern und 90ern stand ich vorne am Mikro. Kulturfabrik Krefeld, KOB Berlin, Kiefernstraße, das Autonome Zentrum in Wuppertal. Festivals in Trier, Münster, Hochdahl, Wuppertal und im Düsseldorfer zakk, oft als Main Act. Vorband von Crime & the City Solution. Dann Journalismus, Jahre am Schreibtisch. Die Gitarre stand trotzdem nie lange in der Ecke. Geplant war nichts davon. Zum Glück – alles kann sich in jeder Sekunde drehen. Jetzt ist der Verstärker wieder an.